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Pflastersteine & Terrassenplatten richtig reinigen (Hausmittel vs. Maschine) – 10 geniale Tipps im Überblick

Plfastersteine richtig reinigen

Sie möchten Ihre Pflastersteine oder Terrassenplatten aus Naturstein richtig reinigen? Wir geben Ihnen in diesem Beitrag zehn Tipps, mit welchen Mitteln Sie Natursteine im Außenbereich am besten sauber bekommen und von welchen Mitteln Sie eher Abstand halten sollten.

1. Vor der Reinigung

Bevor Sie mit der Reinigung der Pflastersteine oder Terrassenplatten beginnen, sollten Sie zuerst den groben Schmutz entfernen. Vor allem Erde, Sand oder Laub hat sich mit der Zeit dort häufig angesammelt und lässt die Fläche unschön erscheinen. Entfernen Sie diese Rückstände am besten mit einem Besen.

Sie können den Stein auch mit lauwarmem Wasser vorbereiten und für die spätere Behandlung einweichen. Oftmals lassen sich dadurch schon die meisten Flecken entfernen.

2. Allgemeine Reinigung

Die allgemeine Reinigung von Naturstein ist sehr simpel. Sie benötigen nur lauwarmes Wasser, in welches Sie ein spezielles und mildes Reinigungsmittel für Naturstein geben. Verwenden Sie dazu nur pH-neutrales Mittel vom Fachmann! Massieren Sie die Reinigungsmittel sanft mit einer Bürste in die Steinplatten ein und waschen Sie danach die Steine mit klarem Wasser ab. Sparen Sie dabei nicht mit frischem Wasser! Trocknen Sie die Steine danach gründlich.

3. Unkraut und Moos entfernen

Unkraut und Moos entfernen Sie am besten mit einer Bürste, einem Besen, einem kleinen Messer oder Schraubenzieher. In Handarbeit haben Sie die beste Kontrolle über die Entfernung des Unkrautes. Achten Sie hierbei immer darauf, auch die komplette Wurzel zu erwischen. Andernfalls kommt das Unkraut in wenigen Wochen wieder.

Terrassenplatten aus Naturstein reinigen

Algen, Moos und andere Verschmutzungen können mit dem Besen entfernt werden

Bei hartnäckigem Grünbelag oder Moos kann auch ein entsprechender Spezialreiniger verwendet werden. Diesen erhalten Sie in unserem Sortiment. Nach der Reinigung sollte der Naturstein  imprägniert werden, um ihn wieder vor Umwelteinflüssen zu schützen.

4. Fugenreinigung

Wem das Reinigen per Hand zu anstrengend ist oder wessen Fläche dafür zu groß ist, der greift am besten auf einen elektrischen Fugenreiniger zurück. Durch diesen haben Sie keine Beschwerden durch die mühsame Arbeit beim Unkrautentfernen. Die Fugenbürsten des elektrischen Fugenreinigers entfernen das Unkraut allerdings nur bis zu dem Teil, der aus der Erde ragt. Das bedeutet, die Wurzeln werden nicht entfernt und ein regelmäßiger Einsatz der Maschine ist erforderlich. Bei einer festen Verfugung kann Unkraut vorgebeugt werden.

5. Ölflecken und Rost entfernen

Frische Fettflecken entfernen Sie schnell mit einem Küchenpapier, das saugt das Fett direkt auf. Bestehende Flecken sind ebenfalls kein Problem. Mit einem Ölentferner gehört diese Sorge innerhalb von 24 Stunden der Vergangenheit an.  Diesen finden Sie ebenfalls in unserem Sortiment.

Ölflecken können auch mit Sand gebunden und anschließend mit einem Naturstein-Reiniger entfernt werden.

Achtung: Halten Sie sich bei Rostflecken fern von Hausmitteln. Diese beschädigen meist nur den Stein, da sie zu aggressiv sind. Greifen Sie hier am besten zu Spezialreinigern oder fragen Sie uns um Rat.

6. Was Sie unbedingt vermeiden sollten

Da Ihre Pflastersteine oder Terrassenplatten ein Naturprodukt sind, reagieren diese, wie Beispielsweise Beton, empfindlicher auf manche Reinigungsmittel oder Gegenstände. Achten Sie daher darauf, keine säurehaltigen Reinigungsmittel zu verwenden. Diese sind besonders gefährlich für den Stein, da sie die Oberfläche angreifen. Zudem sind Essig und Salz als Reinigungsmittel von Steinen außerhalb des Hauses in Deutschland verboten. Sie verunreinigen beim Einsickern in den Boden das Grundwasser.

Neben den Reinigungsmitteln ist auch bei der Auswahl des Geräts darauf zu achten, was dem jeweiligen Stein gut tut. Im Allgemeinen sollten Sie keine Hochdruckreiniger verwenden. Der starke Strahl des Hochdruckreinigers greift die Oberfläche des Steins an und schwächt eventuell die Poren und beschädigt die Fugen. Nach und nach wird auch der Stein matt durch den Druck.

Terrassenplatten reinigen mit Hochdruckreiniger

Der Hochdruckreiniger schadet dem Naturstein

8. Naturstein und Streusalz

Wer Naturstein in seinem Garten oder auf der Terrasse verlegt hat, sei es als Weg (Title: Gehwegplatten verlegen) oder komplette Fläche, muss wissen, dass Streusalz für Naturstein, wie auch für die meisten anderen Baustoffe, nicht geeignet ist. Sobald es im Winter kalt und glatt wird, werden Gehwege mit Streusalz rutschfest gemacht. Diese Methode schadet nicht nur den Tieren sondern auch dem Naturstein.

Neben den Bestandteilen, die Sie auf den ersten Blick nicht sehen, welche aber Risiken bergen, ist das eigentliche Salz in Verbindung mit Wasser das größte Problem. Das Salzwasser läuft in die Poren des Steins, kristallisiert dort wieder nach der Verdunstung des Wassers und verschafft dem Stein in den Poren kleine Risse. Diese schädigen den Stein von innen und fügen ihm unwiderrufliche Schäden zu.

Greifen Sie daher anstatt zu Streusalz besser zu Streumitteln wie Split oder Spezialsand. Diese erhöhen die Griffigkeit auf glatten Oberflächen und schädigen den Stein und die Umwelt nicht. Natürlich können wir Ihnen auch ein Granulat empfehlen welches wie Salz gestreut werden kann aber für die Natur, Tiere und den Stein verträglich ist.

9. Zeit der Reinigung

Vor allem im Außenbereich müssen Sie bei der Reinigung von Naturstein darauf achten, welche Temperaturen und welches Wetter dabei herrschen. Naturstein sollte zum Reinigen eine Temperatur zwischen +10° bis +25° C haben. Deshalb ist der Frühsommer eine gute Zeit, um Ihre Terrassenplatten oder Pflastersteine zu reinigen. Zudem müssen Sie darauf achten, bei nasser Reinigung den Stein komplett trocknen zu lassen. Dies geschieht am besten bei Sonnenschein. Wird dies nicht gemacht, begünstigen feuchte Steine die Bildung von Moos und Algen. Sollte dies bereits der Fall sein, finden Sie in 2. Tipp hilfreiche Ideen zur Entfernung von Moos und Unkraut.

10. Nachbereitung

Um den Boden nach der Reinigung langanhaltend zu schützen, empfiehlt es sich, eine Imprägnierung aufzutragen. Diese kann alle zwei bis vier Jahre erneuert werden. Hartnäckiger Schmutz kann sich so erst gar nicht festsetzen und Sie können lange Zeit auf die alltägliche Reinigung zurückgreifen. Imprägnierung lässt den Schmutz abperlen und erleichtert Ihnen die Reinigung um einiges. Sie zieht in den Stein ein, verschließt dabei aber nicht die Poren, sodass er atmungsaktiv bleibt.

Imprägnieren Sie allerdings nur, nachdem Sie gründlich gereinigt haben und eine angemessene Trocknungszeit vergangen ist. Poren, die nicht gänzlich trocken sind, nehmen die Imprägnierung nicht auf und bieten so keinen Schutz an diesen Stellen.  Beachten Sie, dass verbleibende Flecken im Stein bleiben und für immer zu sehen sein werden. Reinigen Sie deshalb besonders gründlich und nehmen Sie sich genügend Zeit dafür.

Fazit

Am wichtigsten bei der Reinigung von Pflastersteinen und Terrassenplatten ist, dass Sie sich genügend Zeit zur gründlichen Reinigung nehmen. Achten Sie darauf, keine säurehaltigen Mittel zu verwenden. Verwenden Sie nur das für Ihren Boden passende Reinigungsprodukt vom Fachmann. Wer sich unsicher ist, wir beraten Sie gerne.

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