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Naturstein-Verblender & -Riemchen für innen & außen

Verblender und Riemchen

Verblender und Riemchen aus Naturstein werten jedes Bauprojekt, ob im Innen- oder Außenbereich, optisch auf und lassen es besonders elegant wirken. Da es sich außerdem um ein natürliches Produkt handelt, eignet sich Naturstein zudem hervorragend für umweltgerechtes Bauen. Doch die Verwendung von Naturstein bietet noch viele weitere Vorteile, die wir hier für Sie zusammengetragen haben. Zudem erfahren Sie, was Verblender und Riemchen genau sind, welche Formen, Verlegemuster und Materialien verwendet werden können und wie Sie beim Anbringen von Verblendern bzw. Riemchen richtig vorgehen.

Was sind Verblender & Riemchen?

Als Verblender bezeichnet man Mauerziegel, die für die Außenseite eines Mauerwerks verwendet werden. Das Verblendmauerwerk oder die Verblendschale wird in der Regel als Sichtmauerwerk errichtet. Das bedeutet, dass sie im fertigen Bauwerk dauerhaft sichtbar ist und nicht verputzt oder verkleidet wird. Zudem erfüllen Verblender Anforderungen in Bezug auf Frostwiderstand und Maßhaltigkeit. Vor allem bei hohen Anforderungen an die Optik des Bauwerks werden aufgrund der Maßhaltigkeit meist Verblender verwendet.

Riemchen, auch Flachverblender genannt, sind flache, frostbeständige keramische Platten zur Verkleidung von Fassaden. Sie sind 5-25 Millimeter dick und werden entweder speziell für ein Bauprojekt geformt und gebrannt oder im Ziegelwerk aus massiven Vormauersteinen geschnitten. Neben den flachen Verblendern werden auch Winkelriemchen gefertigt. Diese können so an den Gebäudeecken angeordnet werden, dass sie wie eine massive Ziegelwand aussehen.

Form, Verlegemuster & Materialien

Mit Verblendern und Riemchen werten Sie nicht nur Innenräume, sondern auch den Außenbereich optisch auf. So werden zum Beispiel Wände oder Kamine und halbhohe Trennwände häufig mit Riemchen verblendet. Nachdem Sie eine Wandverkleidung ausgewählt haben, sollten Sie sich für eine bestimmte Art von Naturstein entscheiden. Außerdem sollten Sie das Verlegebild bereits im Voraus planen. Nutzen Sie hierzu zahlreiche Vorlagen im Internet. Große Flächen kommen erst richtig zur Geltung, wenn sie entsprechend gestaltet sind.

Für die Gestaltung einer Natursteinverblendung bieten wir von TRACO-Manufactur insgesamt zwölf verschiedene Natursteinarten an. Sie können dabei zwischen verschiedenen Farbtönen wählen. Die Oberflächen können auf 26 verschiedene Arten individuell bearbeitet werden – ob geschliffen, poliert oder im antiken Stil.

Travertin

Travertin ist ein sehr offenporiger Naturstein mit weltweitem Vorkommen. Als Baustoff wird dieses Gestein schon lange verwendet. Die Säulen des Petersplatzes in Rom und die Sacré-Cœur de Montmartre in Paris, aber auch Teile des Bundesarbeitsgerichts Erfurts und des Vodafone-Campus in Düsseldorf sind aus Travertin gefertigt.

Muschelkalk

Muschelkalk findet man ebenfalls nahezu überall auf der Welt. Viele historische Gebäude wie Kirchen und Schlösser wurden aus diesem Gestein erbaut. Heute wird es meist im Garten- und Landschaftsbau verwendet. Außerdem wird Muschelkalk häufig mit Travertin kombiniert, da beide Natursteinarten eine natürliche Harmonie und Ruhe ausstrahlen.

Dolomit

Auch Dolomit findet man nahezu überall in der Welt. Größere Lagerstätten liegen in den Gebirgszügen der Dolomiten. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit wurde Dolomit bereits von den Römern verbaut. Das Gestein geriet in Vergessenheit, erfreut sich jedoch in den letzten Jahren wieder zunehmender Beliebtheit.

Sandstein

Die Lagerungsstätten für Sandstein sind auf der ganzen Welt verteilt. Diese bringen aber jeweils regionale Variationen mit sich. So unterscheiden sich die Vorkommen in Ihrer Zusammensetzung und Farbgebung. Das Gestein ist besonders bei Haus- und Gartenbesitzern sowie Künstlern beliebt, da es Bauprojekten eine einzigartige Strahlkraft verleiht.

Übersicht über Natursteinarten

Vorteile von Verblendern & Riemchen

Bauherren, die an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit interessiert sind, wissen um die Vorteile von massiven Ziegelfassaden. Sie isolieren besonders gut Schall und schützen außerdem vor Schmutz und Witterung. Doch auch Verblender und Riemchen vereinen viele dieser Stärken. Sie sind hart gebrannt, wodurch sie äußerst schmutzabweisend, farb- sowie witterungsbeständig sind und in diesem Zuge dauerhaft schön bleiben.

Zudem sind Verblender und Riemchen mit einem deutlich geringeren Aufwand verbunden. So wird beim Errichten im Gegensatz zur massiven Ziegelfassade kein Fundament benötigt und beim nachträglichen Anbringen muss keine Auflage an der Wand vorhanden sein. Das macht Verkleidungen aus Verblendern und Riemchen zudem deutlich kostengünstiger. Außerdem ist eine Anbringung auf Putzfassaden oder Wärmedämmverbundsystemen ohne Probleme möglich. Die direkte Verbindung von Flachverblendern und einer Wärmedämmung ist ebenfalls realisierbar. Spechte können bereits vorhandene Wärmedämmsysteme bei dieser Art Verkleidung aufgrund der Härte des Gesteins nicht durch den Bau von Nisthöhlen beschädigen. Eine mit Verblendern und Riemchen verkleidete Fassade überzeugt außerdem dadurch, dass sie optisch kaum von massiven Ziegelfassaden zu unterscheiden ist. So besteht die Möglichkeit eine Fassade auch nachträglich noch aufzuwerten, ohne den Aufwand für die Errichtung einer Fassade durch den Maurer in Kauf nehmen zu müssen.

Verblender aus Naturstein anbringen

Wenn Sie eine Wand mit Verblendern oder Riemchen aus Naturstein verkleiden, verleihen Sie dem Raum bzw. dem Bauwerk eine gemütliche Atmosphäre. Allerdings sollten Sie das Anbringen sorgfältig vorbereiten und einige wichtige Schritte berücksichtigen. Das Wichtigste haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Anbringen beginnen, sollten Sie die Bodenflächen im Innenbereichen mit Malervlies oder einer Plane abdecken. Bringen Sie eine Stützlatte an der unteren Begrenzungslinie an. So können die Verblender nicht abrutschen, bis der Kleber getrocknet ist. Kleben Sie im nächsten Schritt die Ränder angrenzender Wandflächen mit Klebeband ab. Schützen Sie die Wandflächen auch gern mit Hilfe einer Folie oder Ähnlichem. Wenn Schalter oder Steckdosen im Weg sind, sollten Sie deren Blenden abnehmen und die Schalter und Steckdosen abkleben (ACHTUNG: SICHERUNG AUSSCHALTEN!). Vergewissern Sie sich, dass die Wand auch wirklich sauber, staub- und fettfrei ist. Anschließend sollten Sie die Fläche grundieren. Hierfür eignet sich besonders Primer zum Sprühen. Verarbeitungshinweise und Trocknungszeiten finden Sie auf der Verpackung.

Im nächsten Schritt gilt es die Wandfläche frei zu räumen und alles zu entfernen, was stören könnte. Untersuchen Sie die Wand mit einer langen Wasserwaage nach Unebenheiten, denn diese müssen gegebenenfalls verspachtelt werden. Kleben Tapeten an der Wand, müssen diese entfernt werden, da Verblender oder Riemchen sonst nicht halten.

Als nächstes sollten Sie überlegen, wie Sie die Verblender oder Riemchen anordnen wollen. Markieren Sie dafür die Höhe, auf der Sie unten beginnen möchten und messen Sie anschließend die Höhe der Verblender. Anschließend überlegen Sie sich, wie hoch Sie die Verblender anbringen möchten. Um viele Zuschnitte und einen erhöhten Aufwand zu vermeiden, planen Sie am besten so, dass Sie immer mit vollständigen Reihen arbeiten. Wenn Sie um Ecken arbeiten müssen, verlängern Sie die obere und untere Markierung mit Hilfe einer Wasserwaage.

Wenn Sie die Fläche festgelegt haben, berechnen Sie den Materialbedarf. Planen Sie hierbei etwa 10 Prozent Verschnitt ein. Außerdem empfehlen wir eine Probeverlegung auf dem Boden, um sich einen ersten Gesamteindruck der geplanten Wandverkleidung zu verschaffen. Diese Vorarbeit erleichtert Ihnen später auch das Anbringen der Verblender bzw. Riemchen.

Anbringen

Erst jetzt beginnen Sie mit den eigentlichen Arbeiten. Rühren Sie hierzu zunächst den Kleber an. Verwenden Sie einen Kleber speziell für Naturstein und richten Sie sich beim Mischverhältnis nach den Angaben auf der Verpackung. Rühren Sie die vorgeschriebene Menge Wasser mit einem langsam laufenden Wendelrührer unter.

Tragen Sie den Kleber anschließend gleichmäßig etwa 1-1,5 Zentimeter dick auf die Wandfläche auf und kämmen Sie ihn mit einer Glättkelle durch. Tragen Sie nur so viel Kleber auf, wie Sie in der Zeit zum Anziehen des Klebers verarbeiten können. Die sogenannte offene Zeit finden Sie ebenfalls auf der Verpackung des Natursteinklebers.

Ist der Kleber aufgetragen, beginnt das Verlegen. Starten Sie hierfür an einer Außenecke. Verwenden Sie bei Riemchen einen Verblend-Eckstein, der an einer Stelle ungleich lang ist. An einer solchen Zahnung passen immer zwei Ecksteine genau zusammen. Tragen Sie den Kleber auch auf der Rückseite des Ecksteins auf und durchkämmen Sie ihn ebenfalls mit der Glättkelle.

Riemchen und Verblender anbringen

Setzen Sie den Stein an der Ecke an. Achten Sie darauf, dass der Überstand auch wirklich über die Ecke ragt, da dieser später mit dem angrenzenden Riemchen der Gegenseite verbunden wird. Pressen Sie den mit Kleber bestrichenen Naturstein auf die Wand und bewegen Sie ihn leicht hin und her. Das ermöglicht eine hohlraumfreie Verlegung und garantiert lange Freude an Ihrem Natursteinverblender. Kleben Sie anschließend den zweiten Eckstein von der anderen Mauer an. Setzen Sie neben dem Eckstein ein normales Riemchen und arbeiten Sie von hier aus mit demselben System nach oben und zu beiden Seiten. Liegen Steckdosen oder Schalter innerhalb der Verlegefläche, übertragen Sie deren Positionen auf den Stein und schneiden Sie sie mit geeignetem Gerät frei.

Wenn Sie nicht fugenfrei verlegen, sollten sie darauf achten, dass die Fugen maximal 1-1,5 Zentimeter breit sind. Als Fugenmaterial sollten Sie im Außenbereich aufgrund der Frostbeständigkeit auf Breitfugenmaterial zurückgreifen. Füllen Sie die Fugen mit einem Presssack oder einer Dressierspritze. Am wichtigsten ist jedoch: Egal, ob mit oder ohne Fuge – denken Sie immer daran die Riemchen und Verblender versetzt zu legen!

Abschlussarbeiten

Im letzten Schritt erfolgen einige letzte Abschlussarbeiten. Wenn Sie einen Farbvertiefer verwenden wollen, sollten Sie diesen zuvor auftragen. Entfernen Sie die Hilfslatten und verschließen Sie die dabei entstandenen Löcher mit Acryl. Bringen Sie gegebenenfalls die Abdeckungen der Steckdosen und Schalter wieder an. Befreien Sie die Wand außerdem mit einer Bürste von den Resten des Fugenmaterials. Zusätzlich können Sie eine Imprägnierung zum Schutz vor Verschmutzung auftragen.

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