Natursteinmauer | bauen | Garten | selber | Steine | verfugen

Natursteinmauer / Gartenmauer aus Naturstein selber bauen

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Natursteinmauern haben eine besondere Ästhetik und verleihen jedem Außenbereich einen natürlichen und individuellen Anstrich. Sie können eine Gartenmauer aus Naturstein ganz einfach selber bauen. In diesem Ratgeberbeitrag finden Sie alle Informationen rund um den Mauerbau – vom Errichten des Fundaments bis zum Verfugen der Steine. So erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihr eigenes Bauprojekt erfolgreich realisieren.

Ob als Sicht- oder Windschutz, zum Stützen von Abhängen, als Abschluss für ein Hochbeet oder als Abgrenzung für Flächen – Steinmauern haben vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Je nach Belieben kann man seinem Garten so ein mediterranes Flair (z.B. mit dem hellen Travertin oder dem warmen Sandstein) verleihen oder auf klassische Natürlichkeit setzen (z.B. mit dem grauen und edlen Muschelkalk oder Dolomit). Durch die Frostbeständigkeit und Robustheit der Natursteine können Sie sich zudem über eine lange Haltbarkeit Ihrer Mauer freuen.

Wir von der TRACO-Manufactur haben für Sie ein großes Angebot an Mauersteinen in verschiedenen Größen, Farben und Steinarten. Von bruchrauen, gespalteten Steinen bis hin zu bearbeiteten Mauersteinen mit gesägten Flächen finden Sie bei uns genau die passenden Natursteine für Ihre Gartenmauer.

Arten von Natursteinmauern

Natursteinmauern können als Trocken- oder Bruchsteinmauer errichtet werden. Letztere unterscheidet sich durch die Verwendung von Mörtel zur Festigung, wodurch Bruchsteinmauern eine höhere Stabilität aufweisen. Auch sind sie durch das Verfugen der einzelnen Steine gleichmäßiger und können höher gebaut werden als Trockenmauern. Ein Trockenmauerwerk hingegen stabilisiert sich durch seine Steine selbst, welche abhängig von Größe, Form und Gewicht gestapelt werden. Die Zwischenräume können durch Bepflanzung verschönert werden und bieten Insekten und Eidechsen einen willkommenen Unterschlupf.

So bauen Sie Ihre eigene Mauer – Anleitung

Wenn Sie eine Natursteinmauer mit Mauersteinen und Mörtel errichten wollen, können Sie dies ganz leicht in nur zwei Tagen tun. Zu zweit fällt der Bau noch leichter, macht mehr Spaß und ist schneller abgeschlossen. Sie benötigen:

  • Mauersteine aus Naturstein (z.B. bearbeitete Bruchsteine mit gesägten Flächen)
  • Baudielen
  • Mörtel
  • Baufolie
  • Schotter
  • Beton
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Kelle
  • Gummihammer
  • Richtlatte
  • Maurerschnur
  • Mauersperrbahn

Schritt 1: Vorbereitung des Mauerbaus

Bei hohen Mauern ab zwei Metern ist ein Standsicherheitsnachweis durch einen Statiker nötig. Dies ist unabhängig vom Baustoff.

Auch das Muster, nach welchem die Mauersteine gesetzt werden, wird nun gewählt. Möglich ist beispielsweise der Läufer-, Binder-, Block- und Kreuzverband. Auch können die Steine zufällig angeordnet werden. Wichtig dabei ist nur, dass keine Kreuzfugen entstehen, ansonsten ist man in der Gestaltung völlig frei. Von der Gestaltungsart ist die benötigte Materialmenge abhängig.

Nun wird die Baufläche durch das Entfernen von Büschen, Sträuchern oder Pflastersteinen vorbereitet und abgesteckt. Mittels Markierungsspray wird das Fundament gekennzeichnet, welches ca. 10cm breiter als die eigentliche Mauer sein sollte. Eventuelle Gefälle werden ganz einfach ausgeglichen, damit das Fundament eben ist.

Schritt 2: Fundament errichten

Die Errichtung des Fundaments beginnt mit dem Ausheben des Fundamentgrabens mit Minibagger oder Schaufel. Der Graben sollte idealerweise eine Tiefe von 80cm haben, um die Frostsicherheit zu gewährleisten. Dieser wird nun mit Frostschutzmaterial wie Schotter um 50cm aufgefüllt und mit einem Vibrationsstampfer verdichtet. Nun wird die Grube an den Rändern mit Baudielen oder Dachlatten ausgelegt. Diese sorgen dafür, dass sich die Grubenwände nicht durch den Beton verschieben.

Die Fundamentgrube wird nun mit Beton bis oben aufgefüllt. Die Oberfläche wird mit einer Kelle oder Richtlatte gerade abgezogen. Wie lange der Beton nun mit Baufolie bedeckt trocknen muss, hängt von der Art ab und wird durch den Hersteller auf der Verpackung angegeben. Wenn das Fundament getrocknet ist, kann die Schalung aus Brettern entfernt werden.

Schritt 3: Mörtelbett erstellen und die erste Reihe mauern

Da das Fundament breiter als die Mauer ist, wird zunächst die Mauerbreite mit einem Bleistift markiert. Nun wird anhand dieser Markierung eine Schnur gespannt, um die Kanten der ersten Steinreihe zu kennzeichnen. Anschließend rühren Sie den Mauermörtel entsprechend der Verpackungsangabe erdfeucht, beispielsweise mit einer Bohrmaschine mit Rührquirl.

Um die erste Steinreihe anzulegen, gibt man zunächst eine Mörtelschicht auf den abgesteckten Bereich des Fundaments und glättet diese leicht. Um aufsteigende Feuchtigkeit und Moos zu vermeiden, kommt hierauf eine Mauersperrbahn. Darüber kommen nun das eigentliche Mörtelbett und die erste Steinreihe. Begonnen wir mit dem Anfangs- und dem Schlussstein. Wenn der letzte Zwischenstein nicht passt, kann er mit einem Winkelschleifer oder einem Meißel auf die nötige Größe gebracht werden.

Mit der Wasserwaage wird geprüft, ob die Steine auch gerade liegen. Das ist besonders bei der untersten Reihe von Bedeutung. Festgeklopft werden sie mit einem Gummihammer. Überquellender Mörtel kann mit der Kelle weggenommen und für den nächsten Stein verwendet werden. Das Mörtelbett sollte einen Tag mit Folie abgedeckt trocknen.

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Auch Mauerpfeiler werden auf diese Art gebaut

Schritt 3: Mauern und verfugen

Bei den weiteren Reihen müssen die Mauersteine nun immer versetzt in dem gewählten Verband platziert werden. Auch Stufen können in die Mauer eingearbeitet werden. Die Mörtelschicht zwischen den Steinen sollte eine Dicke von ca. 3cm haben. Wenn die Natursteinmauer die gewünschte Höhe und Form erreicht hat, ist sie fast fertig. Je nach Geschmack kann für den oberen Abschluss eine Mauerabdeckplatte mit geeigneten Mörtel versetzt werden. Die Natursteinmauer kann, wenn gewünscht noch zusätzlich mit Fugenmörtel und Kelle verfugt werden. Hierfür wird der Mauermörtel an den entsprechenden Stellen weggekratzt, solange er noch feucht ist. Die Fugen werden anschließend befeuchtet. Der Fugenmörtel wird zunächst an den senkrechten Stoßfugen und dann an den waagerechten Lagerfugen angebracht, indem eine Kelle unter die Fuge gehalten wird und der Mörtel mithilfe eines Fugeisens in die Fuge gedrückt wird. Anschließend glättet man die Fugen.

Schritt 4: Abschließende Arbeiten

Nachdem der Mörtel und die Fugen der Natursteinmauer ausgehärtet sind, kann man die Steine mit einem feuchten Schwamm reinigen. Der Boden um die Mauer kann mit Schotter, Kies, Erde oder Rindenmulch aufgefüllt und bepflanzt werden. An die Mauer wird in diesem Bereich noch eine Noppenbahn angebracht, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Nun ist sie fertig – Ihre eigene Natursteinmauer!

Bau einer Trockenmauer

Wenn Sie eine Trockenmauer bauen wollen, unterscheidet sich der Bau nur durch einige Schritte vom Bau einer Mauer mit Mörtel. So ist die Fundamentgrube hierbei nur 30cm tief und wird 20cm mit Schotter gefüllt. Auch dieser sollte mit dem Vibrationsstampfer verdichtet werden, damit die Mauer sicherer steht. Darauf kommt nun ein Sandbett mit einer Höhe von 15cm, welches mit der Wasserwaage geglättet werden sollte.

Die Steine werden am besten pyramidenförmig gesetzt, damit die Trockenmauer stabil ist. Der Innenraum der Pyramide wird dabei mit Schotter gefüllt. Auch hier ist der Fugenversatz wichtig. Zwischendurch werden einige Steine quer zum Mauerverlauf gelegt, um sie zusätzlich zu stabilisieren. Größere Fugen können mit kleineren Steine oder Schotter gefüllt werden, und schon ist der Bau der Trockenmauer abgeschlossen und Sie können sich über das Ergebnis freuen.

Ihre individuelle Mauer mit Natursteinen

Wenn Sie noch die perfekten Mauersteine oder Mauerabdeckplatten aus Naturstein suchen, dann können Sie uns gerne kontaktieren – wir stellen die passenden Mauersteine für Sie zusammen und beraten Sie zu Formaten und Verlegmustern. Vom hammerechten Schichtenmauerwerk bis zum Quadratmauerwerk finden Sie bei uns für jeden Mauertyp die geeigneten Steine. Unsere erfahrenen Berater geben Ihnen auch gerne weitere Tipps und Informationen zum Bau Ihrer Gartenmauer. Sprechen oder schreiben Sie uns einfach an.

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