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Travertin-Terrassenplatten richtig verlegen – Tipps & Anleitung für Beton, Splitt, Stelzlager & mehr

Travertin-Terrassenplatten Troja hell geschliffen C60 (45)

Travertin-Terrassenplatten Troja hell geschliffen C60 (45)

Travertin ist ein offenporiger Naturstein, der nahezu überall auf der Welt vorkommt. In Deutschland gibt es mehrere Abbaustätten, unter anderem eine am Stammsitz der TRACO-Manufactur in Bad Langensalza. Im Bereich der Baustoffe gilt das Sedimentgestein schon lange als Klassiker. So wurden beispielsweise die Säulen des Petersplatzes in Rom oder auch die Sacré-Cœur de Montmartre in Paris aus Travertin gefertigt. Auch heute werden noch zahlreiche Bauprojekte mit dem Naturgestein realisiert. Beispiele sind Teile des Bundesarbeitsgerichtes in Erfurt oder der Vodafone Campus in Düsseldorf.

Travertin eignet sich auch hervorragend als Material für Terrassenplatten. Das helle Gestein kann rau und dementsprechend rutschfest bearbeitet werden. Darüber hinaus ist es ein guter Wärmespeicher, resistent gegen Umwelteinflüsse und äußerst einfach zu reinigen. Auch das Verlegen gestaltet sich im Grunde ziemlich einfach. Da das fachgerechte Verlegen für Frostbeständigkeit, Lebensdauer und Optik der Terrasse aber von großer Bedeutung ist, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag die einzelnen Schritte des Verlegens und was Sie dabei beachten sollten. Darüber hinaus erfahren Sie alles Wissenswerte bezüglich der Verlegemuster, Vor- und Nachteile sowie anfallenden Kosten.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Oberflächen
  2. Verlegemuster
  3. Vor- & Nachteile
  4. Terrassenplatten aus Travertin verlegen
  5. Travertin-Terrassenplatten von TRACO-Manufactur

Travertin-Terrassenplatten: Oberflächen

Sie können bei Terrassenplatten aus Travertin aus insgesamt 26 verschiedenen Bearbeitungen wählen, welche die Oberfläche der Platten bestimmt. Besonders im Außenbereich sollte viel Wert darauf gelegt werden, dass die Bodenplatten rutschfest sind. Einige Behandlungen sind ausgesprochen gut geeignet, um die Oberfläche aufzurauen und so ein Ausrutschen zu vermeiden. Besonders beim porigen Travertin ergibt sich bei der Anwendung im Außenbereich ein einzigartiges Barfuß-Erlebnis.

Verlegemuster

Um ein einheitliches Design für Ihre Terrasse aus Natursteinen zu erhalten, sollte neben der richtigen Oberflächenbehandlung des Travertins auch das Verlegemuster wohl überlegt sein. Hierfür existieren unzählige Möglichkeiten. Egal, welche Sie wählen – am Ende sollten die Platten zum Gesamtbild Ihrer Terrasse oder Ihres Gartens passen. Die gängigen Muster sind Bahnen rechteckiger Platten, quadratische oder rechteckige Platten im Verband, der Polygonalstil und der Römische Verband.

Bahnen mit verschiedenen oder gleichen Breiten

Werden Bahnen verlegt, heißt das, dass rechteckige Platten mit gleicher oder unterschiedlicher Breite nebeneinander positioniert werden. Sie werden dabei in jeder Reihe versetzt zur Reihe darüber gelegt, sodass die Platten sortiert und aufgeräumt wirken. Das vermittelt einen besonders klaren Eindruck und passt zu modernen Gartendesigns.

Rechteck- oder Quadratverband

Werden Platten in einem rechteckigen oder Quadratverband verlegt, schließen sie bündig aneinander ab. Dadurch wirkt das Design sehr elegant und modern. Beim Rechteckverband werden alle Platten auf dieselbe Größe zugeschnitten und bündig nebeneinandergelegt. Dabei können die Platten gerade oder diagonal angeordnet werden. Auch im Quadratverband besteht die Möglichkeit, die Platten gerade oder diagonal zu setzen, wobei das diagonale Format auch noch einen dekorativen Fries am Rand zulässt. Natürlich ist es ebenso möglich, rechteckige und quadratische Terrassenplatten zu kombinieren. Sie werden abwechselnd verlegt und bilden so ein harmonisches Gesamtbild.

Polygonalstil

Der Polygonalstil harmoniert besonders gut zu Travertin. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort für Vieleck ab und beschreibt die natürlich wirkenden Formen. Die Steinplatten werden dabei in unterschiedlichen Formen aneinandergelegt. Passend zu den warmen beige-braunen Farben des Travertins vermitteln die Terrassenplatten ein mediterranes Ambiente.

Römischer Verband

Der Römische Verband ist zeitlos, denn sein Design, das an die Architektur des alten Roms erinnert, liegt nach wie vor im Trend. Hier werden quadratische und rechteckige Platten versetzt in einem ausgeklügelten System aneinandergelegt. Neben dem Polygonalstil besitzt auch der Römische Verband einen eher aufregenden Charakter, passt aber dennoch hervorragend zu den warmen Farben des Travertins.

Verlegemuster Natursteinfliesen

Verlegemuster Natursteinfliesen

Vor- & Nachteile

Die Wahl des richtigen Natursteins für die Verlegung der Terrasse sollte wohlüberlegt sein. Deshalb möchten wir Ihnen hier einige Vor- und Nachteile des Travertins aufzeigen, um Ihre Entscheidung zu erleichtern. Unsere Travertine sind zertifiziert und frostbeständig. Durch die zahlreichen Oberflächenbearbeitungen ist der Travertin rutschfest.

Materialtypische Poren sind besonders bei der Anwendung im Freien von Vorteil, der Stein kann schnell Wasser auf- bzw. abgeben. Ein weiterer Vorteil ist jener, dass Travertin als Naturstein sehr robust ist. Er eignet sich besonders gut für den Außenbereich, denn er kann Wind und Wetter standhalten und lässt sich einfach reinigen. Hier ist wichtig, dass immer aktuelle Prüfzeugnisse vorliegen.

Darüber hinaus ist der Travertin durch seine hervorragenden technischen Werte sehr langlebig und bringt Ihnen für eine lange Zeit Freude sowie eine dauerhafte Lösung.

Die Farben des Travertins sind so vielfältig, dass sie sich in jeden Garten perfekt einfügen können. Egal, ob Sie einen mediterran eingerichteten, einen modernen und cleanen oder einen ländlich schicken Garten besitzen – Travertin passt zu Ihrem ganz persönlichen Stil. Seine Farbpalette reicht dabei von Weiß über Creme/Beige bis hin zu Braun- und Rottönen. So können Sie Ihrem Gartendesign treu bleiben und haben mit Terrassenplatten aus Travertin die passende Ergänzung zum Gesamtbild gefunden.

Terrassenplatten aus Travertin verlegen

Das Verlegen der Bodenplatten beeinflusst Frostbeständigkeit, Lebensdauer und Optik der Terrasse maßgeblich. Ein fachgerechtes Verlegen ist daher von großer Bedeutung. Aber keine Angst – mit der folgenden Anleitung und etwas handwerklichem Geschick gelingt Ihnen Ihr Projekt im Handumdrehen.

Werkzeuge & Materialien:

  • Travertin Terrassenplatten
  • Randsteine/Tiefenbordsteine
  • Schotter
  • Splitt
  • Trockenbeton
  • Maurerschnur
  • Schaufel
  • Wasserwaage
  • Gummihammer
  • Fugenkreuze
  • Rohre/Metallprofile & Richtlatte
  • Zollstock
  • Fugenmaterial
  • Winkelschleifer
  • Betonmischer

1. Der Untergrund

Egal, wie Sie Ihre Terrasse bauen möchten – alles steht und fällt mit dem Untergrund. Er entscheidet auch über die Langlebigkeit der Terrassenplatten. Die Höhe der Terrasse orientiert sich unter anderem an der Terrassentür. Von dort aus wird „nach unten gerechnet“. Zum Verlegen der Platten benötigen Sie ein etwa 4 Zentimeter dickes Splittbett und darunter nochmals eine etwa 20 Zentimeter dicke Schicht verdichteten Schotter. An den Rändern benötigen Sie eine Einfassung in Form von Randsteinen oder tiefen Bordsteinen. Die Randsteine werden in eine 5 Zentimeter dicke Betonschicht gesetzt. Rechnen Sie die Maße der einzelnen Schichten nach unten und heben Sie gegebenenfalls zusätzlich Erde aus, um die benötigte Tiefe zu erreichen. Markieren Sie mithilfe einer Maurerschnur die Fläche der Terrasse. Spannen Sie die Schnüre dabei etwa 20 Zentimeter größer als die Terrasse werden soll. Achten Sie darauf, dass die Fläche auch wirklich rechtwinklig ist. Verdichten Sie die ausgehobene Fläche am besten mit einer Rüttelplatte.

2. Die Randsteine

Spannen Sie die Schnur im nächsten Schritt genau auf Höhe der Oberkante der Steine. Auf dieser Höhe befindet sich später auch die Oberkante der fertigen Terrasse. Achten Sie beim Verlegen der Travertinplatten auch unbedingt darauf, ein Gefälle von etwa 2 Prozent anzulegen. Natürlich muss auch die Maurerschnur in diesem Gefälle gespannt werden. Bei einem Gefälle von 2 Prozent entsteht auf einer Länge von einem Meter ein Höhenunterschied von 2 Zentimeter. Es sorgt dafür, dass das Wasser später ungehindert ablaufen kann. Verwenden Sie zum Setzen der Randsteine am besten Trockenbeton mit einer etwas festeren Konsistenz. Der Grund ist, dass erdfeuchter Beton nicht so leicht zur Seite „wegläuft“. Verteilen Sie einen etwa 5 Zentimeter dicken Streifen Beton auf der verdichteten Bodenfläche, setzen Sie den ersten Randstein und richten Sie ihn an der Schnur aus. Prüfen Sie mit einer Wasserwaage anschließend die Senkrechte. Den Stein können Sie mithilfe eines Gummihammers genau in Position bringen. Formen Sie auf beiden Seiten eine keilförmige Betonstütze. Sie sollte mindestens ein Drittel der Steinhöhe aufweisen. Setzen Sie die anderen Randsteine und lassen Sie den Beton aushärten.

Randsteine setzen

Randsteine setzen, ausrichten, Senkrechte prüfen & keilförmige Betonstütze formen

3. Schotter verfüllen

Füllen Sie die Fläche mit Schotter auf, wenn der Beton getrocknet ist. Markieren Sie seitlich an den Randsteinen gern die hierfür benötigte Höhe. Messen Sie von oben die Dicke der Platten und das 4 Zentimeter dicke Splittbett ab und setzen Sie die Markierung. Abhängig von der benötigten Schichtdicke füllen Sie am besten eine 10 Zentimeter dicke Schicht auf und verdichten den Schotter. Füllen Sie anschließend die nächste Schicht auf und verdichten Sie sie erneut, bis Sie die entsprechende Höhe erreicht haben.

4. Splittbett verlegen

Bevor Sie mit dem Verlegen der Travertinplatten beginnen, benötigen Sie noch ein Splittbett. Um die Platten wirklich gerade verlegen zu können, muss das Splittbett eben abgezogen werden. Verlegen Sie hierfür am besten Rohre oder Metallprofile in einem Abstand, den Sie mit einer Richtlatte überbrücken können. Richten Sie die Rohre bzw. Profile mit Hilfe von Splitt auf die benötigte Höhe aus. Spannen Sie hierfür ganz einfach Schnüre quer über die Randsteine. Damit markieren Sie auch gleichzeitig das richtige Gefälle. Messen Sie an den Schnüren nach unten und richten Sie die Rohre entsprechend aus.

Verfüllen Sie die Räume zwischen den Rohren mit Splitt und ebnen Sie ihn, indem Sie die Richtlatte in sägeartigen Bewegungen über die Rohre ziehen. Nehmen Sie die Rohre anschließend aus dem Splittbett und füllen Sie die dabei entstandenen Hohlräume auf. Die Splittfläche darf nun nicht mehr betreten werden. Falls dies dennoch erforderlich ist, können Sie Bretter als Laufinseln verlegen.

Richtlatte verwenden

Ziehen Sie die Richtlatte in sägeartigen Bewegungen über die Rohre bzw. Metallprofile.

5. Terrassenplatten verlegen

Beginnen Sie an der langen Außenkante mit der Verlegung der Platten, damit Sie das Splittbett nicht betreten müssen. Zum Rand und zwischen den Platten muss außerdem ein Fugenabstand eingehalten werden. Beachten Sie hierfür einfach die Angaben des jeweiligen Herstellers. Verwenden Sie am besten Fugenkreuze zwischen den Terrassenplatten, um die Zwischenabstände gleich zu halten. Messen Sie die Länge der ersten Reihe aus und berechnen Sie, wie viele Platten Sie benötigen und auf welche Größe das Reststück zugeschnitten werden muss. Vergessen Sie dabei nicht, die Fugenabstände miteinzuberechnen. Sollte das Reststück am Reihenende zu kurz werden, können Sie auch schon die erste Platte etwas kürzen, um die Reihe mit einer ungeschnittenen Platte abzuschließen. Legen Sie die Platten so auf das Splittbett, dass sie nicht verkanten, sondern möglichst flach aufgelegt werden. Klopfen Sie sie anschließend mit einem Gummihammer fest.

Wichtig: Verwenden Sie beim Zuschneiden der Platten am besten einen Winkelschleifer und tragen Sie unbedingt eine Schutzbrille!

Verlegen Sie die weiteren Plattenreihen im gewünschten Muster. Während der Verlegung können Sie die bereits verlegten Platten vorsichtig betreten. Halten Sie auch bei der letzten Reihe zum Haus hin einen Fugenabstand ein.

Travertinplatten ins Splitbett klopfen

Klopfen Sie die Travertinplatten mithilfe eines Gummihammers vorsichtig ins Splitbett.

6. Fläche verfugen

Die endgültige Festigkeit des Plattenbelages erreichen Sie erst mit dem Verfugen. Entfernen Sie hierfür, wenn vorhanden, die Fugenkreuze und verteilen Sie das Fugenmaterial auf der Terrassenfläche. Das Material sollte nicht zu feinkörnig sein, da es sonst in das darunterliegende Splittbett einsinken kann. Verteilen Sie das Material anschließend mit einem Besen diagonal zu den Fugen, bis diese komplett bis oben aufgefüllt sind. Entfernen Sie das restliche Fugenmaterial von der Terrasse und warten Sie ein paar Tage. Das Material wird sich noch weiter setzen. Später können Sie gegebenenfalls nochmals Fugenmaterial ergänzen.

Travertin-Terrassenplatten von TRACO-Manufactur

Für unsere Terrassenplatten aus Travertin verwenden wir hauptsächlich Material aus unseren firmeneigenen Steinbrüchen. Durch unsere jahrzehntelange Erfahrung können wir Ihnen beste Qualität zu günstigen Preisen bieten. Als Natursteinproduzent mit eigenen Steinbrüchen und eigener Produktion haben wir keine Zwischenhändler und können zu Ihnen direkt nach Hause liefern.

Zusätzlich ermöglicht ein definiertes Sortiment günstige Preise und eine schnelle Lieferzeit. Für die projektbezogene Produktion setzt sich der Preis aus Menge, Material, Oberflächenbearbeitung sowie Format zusammen. Für eine konkrete Kosteninformation können Sie uns gern jederzeit eine Anfrage schicken. Wir unterbreiten Ihnen dann ein Angebot, das auf Ihre Wünsche und Vorstellungen zugeschnitten ist.

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